Donnerstag, 22. September 2016

Mein Fazit nach 4 Monaten Selbstständigkeit



Seit vier Monaten arbeite ich nun schon als freiberufliche Grafikdesignerin und ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen. Ich habe das große Glück, meine Arbeitszeit weitestgehend frei einteilen zu können und an Projekten zu arbeiten, die mich packen und mir Spaß machen.

Nach der Frage was ich berufliche mache, bekam in den letzten Monaten viele erstaunte Reaktionen.
"Was? So jung und selbstständig?" oder "Und das funktioniert?".

Natürlich mache ich mir selbst auch so meine Gedanken zu meinem Business. Was, wenn es nicht funktioniert? Kann ich jeden Monat meine Fixkosten decken? Was ist mit den Monaten in denen es kaum Aufträge gibt? Bin ich denn überhaupt gut genug? Und was ist mit der finanziellen Sicherheit?

Würde ich diesen Gedanken Raum geben, würde ich wahrscheinlich in eine tiefe Existenzangst fallen. Ich habe gelernt, diese Gedanken beiseite zu schieben und mir die positiven Seiten meiner Selbstständigkeit vor Augen zu halten.

Ich lerne jeden Tag etwas Neues und werde immer besser. Die Arbeit an Projekten, die sich nicht wie Arbeit anfühlen und mir so viel Spaß machen. Mein Job ist abwechslungsreich und vielseitig - vom Organisieren eines Fotoshootings, Betreuung der Social Media Kanäle meiner Kunden bis hin zur Umsetzung eines Onlineshop´s ist alles dabei. Ich treffe ständig neue, interessante Menschen.
Und das Beste: Ich bestreite meinen Lebensunterhalt selbstständig und bin mein eigener Chef. 

Ich kann mir nicht mehr vorstellen von Montag bis Freitag meine 40 Stunden abzuarbeiten um dann völlig erschöpft meine 24 Tage Urlaub zu nehmen und bin jeden Tag dankbar für die vielen Freiheiten als freiberufliche Grafikdesignerin.

Meine Arbeitszeiten sehen ganz unterschiedlich aus. Zur Zeit arbeite ich ca. 5-6 Std. am Tag, oft auch mehr. Als Freiberufler fallen neben der "normalen" Arbeit auch noch andere Aufgaben an. Wenn ich nicht gerade in Gesprächen mit Kunden bin, kümmere ich mich um meine Buchhaltung oder andere organisatorische Arbeiten. Es gibt immer etwas zu tun! :)

Was habe ich gelernt?

Ich habe gelernt, klarer zu meinen Mitmenschen und mir zu sein. Das bedeutet auch, Grenzen zu setzen. Mein bestes und wichtigstes Learning der vergangenen Monate ist, nichts persönlich zu nehmen. Wenn einem Kunden meine Arbeit nicht gefällt, ist das zwar schade, aber es trifft mich nicht mehr persönlich. Anfangs habe ich geschmollt und war verletzt, ich habe schnell gemerkt, dass mir die Art damit umzugehen nicht gut tut und ich einen anderen, besseren Weg finden möchte. Mittlerweile kann ich Kritik gut annehmen und für mich umsetzen.

Bist Du auch Freiberufler und hast ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Alles Liebe,
Nathalie

Montag, 30. Mai 2016

Hüttenzauber in der Steiermark

Das Leben kann so wundervoll sein. Vogelgezwitscher, Wasserplätschern und ein großartiger Ausblick auf die Berge der Steiermark. Ein paar Tage raus aus dem Alltag, Zweisamkeit genießen und neue Eindrücke sammeln. Vier Tage lang waren wir auf einer Berghütte umgeben von Natur und Ruhe. 


Unsere Hütte war top ausgestattet - Spülmaschine, Kachelofen, Sauna, Grill uvm. und trotzdem kam das typische Hüttengefühl direkt auf. Trotz anderer Hütten hatte man das Gefühl völlig allein an diesem wunderschönen Fleck Erde zu sein. Abends redeten wir bei eingeheiztem Kachelofen über unsere Wanderung auf die Stolzalpe. Der Urlaub war perfekt um einen klaren Kopf zu bekommen und sich neu inspirieren zu lassen. 

Zurück im Alltag angekommen zehre ich von dieser Reise und versuche den Baustellenlärm vor dem Fenster und das bescheidene Wetter auszublenden ;-) Ich habe für mich super viel mitgenommen, mehr Gelassenheit und Ruhe und hoffe das auch in meinen Alltag integrieren zu können.
Als Naturliebhaber ist eine kleine Hütte in der Natur oder eine ausgiebige Bergtour der ideale Rückzugsort. Ich denke es ist wichtig, dass man sich ab und an eine Pause gönnt und wieder auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentriert und fokussiert. 

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche!

Alles Liebe,
Nathalie



Details zur Reise
- Wanderung auf die Stolzalpe

Hier geht´s zur Hütte

Dienstag, 24. Mai 2016

Mutige Menschen braucht das Land

Ich habe die letzten Tage viel darüber nachgedacht was uns Menschen bewegt und uns immer wieder vorantreibt. Suchen wir nicht alle nach dem einen Ziel in der Hoffnung auf das große Glück? Wir probieren aus, scheitern, orientieren uns neu und wachsen an jeder Aufgabe. Wenn ich fünf Jahre zurückdenke sehe ich mich als 21-Jährige die noch nicht so recht wusste wo sie hin sollte und wollte. Ich bin oft gestolpert, auch über Steine welche ich mir selbst gelegt hatte. Ich war völlig planlos, eine junge Erwachsene in einer neuen Zeit. 

Man schließt die Schule ab und bemüht sich, vernünftige Entscheidungen zu treffen. Dann stellt man vielleicht fest, dass die vernünftige Entscheidung nicht die war, die einen glücklich macht. Es fühlt sich so an, als könne man den Erwartungen der Gesellschaft nicht mehr gerecht werden. Als passe man nicht in das System. 

Ich selbst habe auch so eine "vernünftige Entscheidung" getroffen und eine Ausbildung zur Bürokauffrau bei einer Steuerberatungsgesellschaft angefangen - das ganze funktionierte zwei Jahre. Ich kam fast täglich frustriert und erschöpft nach Hause. In der Berufsschule schrieb ich mittelmäßige bis schlechte Klausuren und war in Buchführung eine Null. Irgendwann hatte ich den Mut mir einzugestehen, dass ich daneben lag - ich war eine lausige Bürokauffrau. Ich kündigte und fühlte mich unendlich frei. Ich bereue weder die zwei Jahre noch den Tag meiner Kündigung, beides waren wichtige Schritte auf meinem Weg. 

Mittlerweile habe ich den Beruf gefunden der mich glücklich macht und mir neue Freiheiten gibt. Es geht um den Mut etwas zu ändern. Den Mut Neues auszuprobieren und Altes loszulassen. Konzentrieren wir uns wieder auf die Dinge für die wir brennen können. Probiert aus, macht Fehler und versucht es noch einmal. Wir brauchen mehr mutige Menschen die mit Leidenschaft spannende Ziele verfolgen und etwas verändern wollen.

Habt ihr selbst auch solche vermeintlich vernünftigen Entscheidungen getroffen? Wie seid ihr damit umgegangen und wo steht ihr jetzt? Ich freue mich auf eure Geschichten!

Eure Nathalie

Dienstag, 23. Februar 2016

Allem Anfang wohnt ein Zauber inne

Vor ein paar Tagen stand der Postbote mit meinen frisch gedruckten Visitenkarten vor der Tür. "Jetzt wird es ernst" dachte ich, als ich die Karten aus dem Karton nahm. 





Die ersten Schritte in die Selbstständigkeit erscheinen mir wie ein Berg aus Dingen, die zu tun sind, ein Berg aus Besuchen bei Ämtern und dem Ausfüllen von Unterlagen. So langsam arbeitet man ein Häufchen nach dem anderen ab und dann geht auch schon alles ganz schnell. 


"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne." - Hermann Hesse 



Beschwingt von dem neuen Abenteuer verbringt man gerne Stunden mit der Namensfindung, dem Design der Website und träumt schon von der großen Designagentur. Wären da nicht jene fiesen kleine Gedanken, welche dir immer wieder ein großes ABER in den Kopf setzen und die Selbstzweifel größer werden lassen. 
Die Angst zu versagen? Existenzangst?

Geht es darum mutig zu sein? Ist es mutig selbstständig zu Arbeiten? 
Gibt es einen perfekten Zeitpunkt? 

Ich stehe bei meiner Reise noch ganz am Anfang und bin gespannt auf alles was noch kommt. 

Eine Freundin hat die Selbstständigkeit vor kurzem sehr passend ausgedrückt "Ständig selbst". 


Bestimmt wird es anstrengend, mit Sicherheit werde ich noch oft Nachts vor dem Rechner sitzen und arbeiten und trotzdem gibt es mir ein Gefühl von Freiheit. Die Freiheit zu entscheiden wo und wann ich arbeite. Ich möchte raus aus dem Hamsterrad, weg von einer 40 Stunden Woche und den 24 Urlaubstagen. 

Ich glaube es geht viel mehr um die Freiheit Entscheidungen (spontan) treffen zu können. Wie schön wäre es tagsüber am Strand zu sitzen und Abends Designs zu entwerfen. Eine tolle Vorstellung von jedem Ort aus arbeiten zu können.
Manche von euch werden sich in meinen Gedanken wiederfinden und diese nachvollziehen können. Wie habt ihr die erste Zeit eurer Selbstständigkeit erlebt?

Liebste Grüße

Nathalie

Samstag, 18. Juli 2015

Hoj Amsterdam!

Hoj ihr Lieben,

fasziniert von der holländischen Gelassenheit und der wunderschönen Stadt Amsterdam melde ich mich zurück und möchte euch gerne daran teilhaben lassen. 

Ich habe mich verliebt in die kleinen Café´s, die freundlichen Holländer, die alten Häuschen und diese entspannte Atmosphäre, welche überall spürbar ist. 

Ich hatte das Gefühl ausnahmslos gut gelaunten Menschen zu begegnen, welche sich über die kleinen Dinge des Lebens freuen können. Ich überlegte, wie ich diese Gelassenheit und die vielen positiven Gefühle in mein Leben bringen könnte. 

Ich selbst entscheide jeden Tag auf´s Neue wie mir die Menschen begegnen und auch ob ich glücklich bin und dieses Glück ausstrahle. Ich möchte positiver und lächelnd durch das Leben gehen, Rückschläge leichter verarbeiten und schneller wieder aufstehen. 

Von Anfang bis Ende war die Reise nach Amsterdam ein wundervolles Abenteuer. Wir haben köstliche Poffertjes gegessen, eine außergewöhnliche Grachtenfahrt gemacht, wir waren beeindruckt, schockiert, haben gelacht, geredet und ein paar Tage lang in einer eigenen Welt gelebt. Vielleicht ist das die Antwort - eine eigene kleine Welt in der man frei sein kann und darf. 

Ich wünsche euch ein fabelhaftes Wochenende.
Eure Nathalie














Donnerstag, 11. Juni 2015

Herzensangelegenheiten


Eine Trennung und viele Tränen später melde ich mich zurück, mit neuem Aufschwung und dem dringenden Wunsch das Leben zu genießen. Was passiert nur nach einer Trennung mit uns? Hoch motiviert stürzen wir uns in das Singleleben um währenddessen festzustellen, dass die gescheiterte Beziehung doch Pflege und viel Zeit des Aufarbeitens bedarf. Wie das funktionieren soll? Zeit. Bewusstes Aufarbeiten der Emotionen und den Blick nach vorne richten. Leichter gesagt als getan, ich weiß. Ich denke es gibt hierfür kein Geheimrezept, keine Anleitung und niemanden der einen an die Hand nimmt und durch diese Zeit führt. Trotzdem wird es wieder hell, die Farben leuchten irgendwann schöner und die Tränen trocknen. 

Wie geht es dann weiter? Single bleiben? Dates? Eine neue Beziehung? 
Welche Perspektiven haben wir frisch gebackenen Singles? Wie leicht wird es sich neu zu orientieren? In jedem von uns steckt ein kleiner Träumer der sich nach dem "Ankommen" sehnt, dieser Moment der alles andere klein werden lässt und du weißt, das ist es, genau das. 
Ob es diesen Moment gibt? Ich weiß es nicht, aber ich glaube fest daran. 

Wir jungfräulichen Singles investieren unsere ganze Energie in Aktivitäten die in der nächsten Beziehung ja doch wieder fallen gelassen werden. Laufen wir davon? Wovor? Womöglich vor uns selbst. Trotzdem tut es unheimlich gut die Gedanken für ein paar Stunden beiseite schieben zu können und sich ein kleines bisschen frei zu fühlen. 

Reflexion und neue Prioritäten kommen hinzu, die Augen öffnen sich und ehe man sich versieht ist da jemand der den Weg ein Stück oder länger mit einem gehen möchte, jemand der genauso hoffnungslos romantisch ist, das Leben ein ganzes Stück schöner gestaltet und das Herz höher schlagen lässt. Ich für meinen Teil möchte diesen Menschen gerne noch eine Weile behalten, in der Hoffnung anzukommen.

Liebst, Nathi




Sonntag, 22. Februar 2015

Meine Outfit-Lieblinge für die Arbeit

Letzte Woche durfte ich in einer kleinen Werbeagentur drei Tage Probearbeiten. Ich habe mich direkt wohlgefühlt und ab März fange ich dort fest als Grafik Designerin an. Ich freue mich schon so darauf und bin gespannt wie dann mein Arbeitsalltag aussieht. 

Die Möglichkeit habe ich genutzt und eine hübsche Bluse von Mango unterschiedlich kombiniert. 


Hier habe ich über die gepunktete Bluse einen Strickcardigan gezogen, welchen ich mir vor ca. einem Jahr bei Primark gekauft hatte, dazu eine dunkle Jeans ebenfalls von Primark und dunkelbraune Boots von H&M. Ich finde den Stil edel, aber auch noch ganz leger und schick. 



Auch den Kontrast dunkelblau/hellbraun gefällt mir sehr gut. 
Hierfür habe ich eine Kunstlederjacke, einen braunen Schal von H&M, Bluse und eine dunkelblaue Jeans von C&A kombiniert. 



Was zieht ihr am Liebsten in die Schule, Arbeit oder Uni an? :)

Liebst, eure Nathi